Raffke & Cie. - Die neue Gesellschaft
Gesellschaftssatire über Berlin, Börsenspekulation und Neureiche in den Inflationsjahren
€11.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt
Zusatztext
Raffke & Cie. - Die neue Gesellschaft entwirft ein scharf konturiertes Panorama der Berliner Nachkriegs- und Inflationsjahre, in denen spekulativer Gewinn, gesellschaftlicher Aufstieg und moralische Entwertung ineinandergreifen. Landsberger zeichnet die "neue Gesellschaft" als Milieu von Börsenrittern, Emporkömmlingen und Anpassungskünstlern; sein Stil verbindet realistische Milieubeobachtung mit satirischer Zuspitzung, dialogischer Beweglichkeit und feuilletonistischer Präzision. Im Kontext der Weimarer Gesellschaftsromane steht das Buch neben zeitkritischen Diagnosen der Moderne, deren Glanz stets von ökonomischer Unsicherheit unterlaufen wird. Artur Landsberger, 1876 in Berlin geboren und 1933 gestorben, war ein genauer Chronist der großstädtischen Bourgeoisie, Publizist und Erzähler mit besonderem Sinn für soziale Masken. Seine Erfahrungen im kulturellen Leben Berlins, seine Nähe zu Presse, Theater und literarischer Öffentlichkeit sowie die Erschütterungen des Ersten Weltkriegs und der Republik gaben ihm den Stoff für eine Literatur, die gesellschaftliche Rollen nicht beschreibt, sondern entlarvt. Als jüdischer Autor in einer zunehmend antisemitischen Umgebung kannte er zudem die Brüchigkeit bürgerlicher Zugehörigkeit. Empfohlen sei dieser Roman allen, die Weimar nicht nur als Mythos, sondern als konfliktreiche soziale Versuchsanordnung verstehen wollen. Landsbergers Buch liest sich als amüsante, bisweilen bittere Anatomie des Erfolgs und bleibt gerade dort aktuell, wo es fragt, welchen Preis eine Gesellschaft zahlt, wenn Geld zum einzigen Maßstab von Rang, Geschmack und Wahrheit wird.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 124 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027352586
Umbreit-Nr.: 7967714
