Die Osternacht
Religiöse Erzählung über christliche Symbolik, moralische Läuterung und spirituelle Hoffnung im Biedermeier
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Zusatztext
In "Die Osternacht" gestaltet Leopold Schefer die Nacht vor dem Auferstehungsmorgen als verdichteten Zeitraum innerer Prüfung, religiöser Erwartung und menschlicher Läuterung. Das Werk verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit meditativer Symbolik: Dunkel, Stille, Glockenklang und beginnendes Licht werden zu Zeichen einer geistigen Wandlung. Stilistisch steht Schefer zwischen Spätromantik und Biedermeier, doch seine Prosa zielt weniger auf bloße Stimmung als auf sittlich-philosophische Durchdringung des Alltäglichen. Der christliche Festkreis erscheint hier nicht dogmatisch verengt, sondern als poetischer Horizont für Hoffnung, Versöhnung und erneuerte Weltzugewandtheit. Leopold Schefer, 1784 in Muskau geboren, war Dichter, Komponist und ein weitgereister Beobachter seiner Zeit. Seine Nähe zu Hermann von Pückler-Muskau, seine Beschäftigung mit Natur, Musik und fremden Kulturen sowie seine ausgeprägt humanistische Religiosität prägten sein Schreiben. In vielen Werken sucht Schefer nach einer Ethik des Mitleids und nach einer harmonischen Verbindung von Mensch, Natur und göttlicher Ordnung; "Die Osternacht" lässt sich aus diesem geistigen Zusammenhang verstehen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die religiöse Literatur nicht als Belehrung, sondern als poetische Denkform schätzen. Wer feinsinnige Prosa, symbolische Naturbilder und moralische Reflexion im Ton des 19. Jahrhunderts sucht, findet hier ein stilles, ernstes und zugleich hoffnungsvolles Werk.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 136 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027354139
Umbreit-Nr.: 7970553
