Tokeah (Historischer Roman)
Frontierroman über Creek Nation, indigene Kultur und Kolonialkonflikte im Mississippi-Grenzland
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Zusatztext
Charles Sealsfields "Tokeah" entfaltet als historischer Roman ein Panorama der nordamerikanischen Grenzräume, in dem indigene Gesellschaften, europäische Siedlerinteressen und koloniale Machtpolitik aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt steht die Gestalt Tokeahs, deren Schicksal exemplarisch für Konflikte um Land, Loyalität und kulturelle Selbstbehauptung steht. Der Stil verbindet abenteuerliche Handlung, ethnographisch anmutende Beobachtung und politisch-moralische Reflexion; damit gehört das Werk in den Kontext der frühen Amerika-Literatur des 19. Jahrhunderts, die den "Neuen Kontinent" zugleich als Erfahrungsraum und Projektionsfläche europäischer Debatten las. Charles Sealsfield, geboren als Karl Anton Postl in Mähren, war ein Autor zwischen den Welten: Geistlicher, Emigrant, Reisender und scharfer Beobachter der Vereinigten Staaten. Seine eigene Loslösung von europäischen Autoritäten, seine Aufenthalte in Amerika und sein Interesse an republikanischen Institutionen prägten sein Schreiben nachhaltig. "Tokeah" lässt sich daher auch als literarische Verarbeitung persönlicher Erfahrungen mit Freiheit, Entwurzelung und politischer Neuordnung verstehen. Zu empfehlen ist dieser Roman Leserinnen und Lesern, die historische Erzählkunst nicht nur als Unterhaltung, sondern als kulturgeschichtliches Dokument begreifen. "Tokeah" bietet Einblick in zeitgenössische Vorstellungen von Amerika, indigener Souveränität und Zivilisationskritik. Gerade seine Spannungen machen das Buch zu einer lohnenden, kritisch zu lesenden Wiederentdeckung.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 252 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.4 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 0-10 J.
ISBN/EAN: 9788027354238
Umbreit-Nr.: 7968311
