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Olympischer Frühling

Cover von Olympischer Frühling

Mythisches Versepos über Götterwelt, Macht und geistige Erneuerung in der deutschsprachigen Moderne

Spitteler, Carl

e-artnow

20.70

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Carl Spittelers "Olympischer Frühling" ist ein groß angelegtes Versepos, das die antike Götterwelt nicht archäologisch rekonstruiert, sondern als poetischen Denkraum der Moderne neu erschafft. In vier Teilen entfaltet der Text eine vielstimmige, bildmächtige Mythologie von Macht, Schönheit, Schuld und geistiger Erneuerung. Sein Stil verbindet pathetische Erhabenheit, ironische Brechung und eine eigensinnige, musikalisch durchformte Sprache; im literarischen Kontext steht das Werk quer zu Naturalismus und Symbolismus und behauptet die Autonomie dichterischer Imagination. Spitteler, 1845 in Liestal geboren, war Theologiestudent, Hauslehrer in Russland, Journalist und ein unbequemer Schweizer Intellektueller. Seine Distanz zu literarischen Schulen wie zu politischen Kollektivstimmungen prägte auch dieses Epos: Es sucht nicht nationale Bestätigung, sondern eine überzeitliche Auseinandersetzung mit sittlicher Haltung, schöpferischer Freiheit und dem Verhältnis des Einzelnen zur Masse. Für "Olympischer Frühling" erhielt Spitteler 1919 den Nobelpreis für Literatur. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Dichtung als anspruchsvolle geistige Architektur begreifen. Wer bereit ist, sich auf mythologische Masken, dichte Bilder und philosophische Spannungen einzulassen, entdeckt ein singuläres Hauptwerk der deutschsprachigen Moderne.

Weitere Details

Erschienen: 16.12.2022

Umfang: 400 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 2.2 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788027355426

Umbreit-Nr.: 7967907

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