Eine vornehme Frau (Historischer Roman)
Standeskonflikt, Ehezwang und Familienehre im deutschen Adel des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Hermann Heibergs Eine vornehme Frau ist ein historischer Roman, der die Welt gesellschaftlicher Rangordnungen, familiärer Verpflichtungen und moralischer Selbstprüfung mit erzählerischer Präzision entfaltet. Im Mittelpunkt steht eine Frau von Stand, deren äußere Vornehmheit an den Zwängen ihrer Zeit und an den Erwartungen ihrer Umgebung gemessen wird. Heiberg verbindet kulturgeschichtliche Beobachtung mit psychologischer Charakterzeichnung; sein Stil ist nüchtern, detailbewusst und dem realistischen Erzählen des späten 19. Jahrhunderts verpflichtet, zugleich aber offen für die dramatische Spannung historischer Umbrüche. Der Autor Hermann Heiberg, 1840 in Schleswig geboren und 1910 in Berlin gestorben, gehörte zu jener Generation deutscher Schriftsteller, die zwischen bürgerlichem Realismus und frühem Naturalismus nach neuen Formen gesellschaftlicher Analyse suchte. Seine Herkunft aus dem norddeutschen Raum, seine publizistische Erfahrung und sein Interesse an sozialen Milieus mögen seinen Blick für Standesbewusstsein, Ehe, Macht und weibliche Handlungsspielräume geschärft haben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Romane nicht nur als Kostümgeschichte, sondern als Untersuchung gesellschaftlicher Mentalitäten verstehen. Eine vornehme Frau bietet ein stilles, klug komponiertes Porträt von Würde, Anpassung und innerem Widerstand.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 128 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027356157
Umbreit-Nr.: 7968075
