Der Vater (Historischer Roman)
Preußens Soldatenkönig zwischen Gottesfurcht, Staatsräson und familiärer Gewalt
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Zusatztext
Jochen Kleppers historischer Roman "Der Vater" entwirft ein vielschichtiges Porträt Friedrich Wilhelms I., des preußischen "Soldatenkönigs", und zugleich eine Studie über Herrschaft, Frömmigkeit, Pflicht und familiäre Gewalt. Mit genauer Quellenkenntnis verbindet Klepper erzählerische Verdichtung und psychologische Durchdringung: Der Monarch erscheint nicht als bloße historische Figur, sondern als von Gottesfurcht, Staatsräson und innerer Zerrissenheit geprägter Mensch. Im Kontext der deutschen historischen Romantradition der Zwischenkriegszeit gewinnt das Werk besondere Schärfe, weil es Autorität nicht verherrlicht, sondern auf ihre geistigen und moralischen Voraussetzungen befragt. Klepper, 1903 geboren, war Journalist, Rundfunkmitarbeiter und evangelisch geprägter Schriftsteller. Seine intensive Beschäftigung mit protestantischer Geschichte, Gewissensfragen und dem Verhältnis von persönlichem Glauben zu politischer Macht prädestinierte ihn für diesen Stoff. Als Ehemann einer jüdischen Frau geriet er im Nationalsozialismus zunehmend unter Druck; diese Erfahrung von Bedrohung, Verantwortung und innerer Standhaftigkeit verleiht seinem Blick auf väterliche und staatliche Autorität zusätzliche Tiefe. Empfohlen sei "Der Vater" allen Lesern, die historische Literatur nicht als Kostümstück, sondern als Erkenntnisform schätzen. Der Roman bietet präzise Geschichtsdarstellung, theologische Reflexion und menschliche Tragik in einer Sprache von ernster, kontrollierter Kraft.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027356287
Umbreit-Nr.: 7967382
