Ein Mensch unter den Mikroben (Science-Fiction-Klassiker)
Mikroskopische Reise in eine unsichtbare Welt biologischer Spekulation
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Zusatztext
Ein Mensch unter den Mikroben entfaltet eine kühne Verkleinerungsphantasie, in der die vertraute Welt in einen fremden Kosmos biologischer Kräfte umschlägt. Renard verbindet Abenteuererzählung, naturwissenschaftliche Spekulation und satirische Anthropologie: Der Blick ins Mikroskop wird zur Reise durch eine Zivilisation des Unsichtbaren. Sein Stil ist präzise, ironisch und von jener rationalen Wunderbarkeit geprägt, die die französische Science-Fiction zwischen Jules Verne, H. G. Wells und dem modernen Biothriller verortet. Maurice Renard, 1875 in Châlons-sur-Marne geboren und 1939 gestorben, war einer der wichtigsten Theoretiker und Praktiker des "merveilleux scientifique". Nach juristischen Studien wandte er sich der Literatur zu und entwarf in Essays wie in Romanen eine Poetik, die wissenschaftliche Hypothesen als Motor des Staunens begreift. Werke wie Doktor Lerne und Die Hände des Orlac zeigen sein Interesse an Körpergrenzen, Wahrnehmung und experimenteller VernunftMotive, die dieses Buch sichtbar nähren. Wer klassische Science-Fiction nicht nur als technische Zukunftsvision, sondern als erkenntniskritische Literatur lesen möchte, findet hier ein funkelndes Schlüsselwerk. Renards Roman empfiehlt sich Lesern, die intellektuelle Abenteuer, historische Wissenschaftskultur und elegante Fantastik schätzen; er macht das Kleinste groß und verwandelt mikrobische Existenz in eine Frage nach dem Menschen selbst.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 108 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 0-12 J.
ISBN/EAN: 9788027356683
Umbreit-Nr.: 7969578
