Der Freiheitssucher
Ein philosophischer Roman über Selbstbestimmung, Gewissen und Widerstand gegen bürgerliche Moral
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Zusatztext
Der Freiheitssucher ist ein programmatischer Entwicklungsroman, in dem John Henry Mackay die innere Geschichte eines Menschen erzählt, der die Zumutungen von Staat, Moral und gesellschaftlicher Konvention nicht länger als Naturgesetz hinnimmt. In einer präzisen, gedanklich geschärften Prosa verbindet der Text psychologische Selbstbeobachtung mit sozialkritischer Analyse. Literarisch steht er zwischen naturalistischer Wirklichkeitsnähe, fin-de-sièclehafter Ich-Erkundung und der Tradition des weltanschaulichen Romans. Mackay, 1864 in Greenock geboren und in Deutschland aufgewachsen, war Dichter, Publizist und einer der bedeutendsten Vertreter des individualistischen Anarchismus im deutschen Sprachraum. Seine Beschäftigung mit Max Stirner, sein Misstrauen gegenüber kollektiven Heilslehren und seine eigene Erfahrung als Außenseiter prägten sein Werk nachhaltig. Auch sein späteres Engagement für sexuelle Selbstbestimmung unter dem Pseudonym Sagitta gehört zu diesem lebenslangen Ringen um persönliche Autonomie. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als ästhetische Form, sondern als Denkraum begreifen. Der Freiheitssucher ist kein bloß historisches Dokument, sondern eine eindringliche Studie über Gewissen, Selbstbesitz und Widerstand gegen geistige Bevormundung.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 136 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027357406
Umbreit-Nr.: 7970410
