Die Anarchisten
Politischer Roman aus dem Londoner Exil über Arbeiterbewegung, Staatskritik und radikale Selbstbestimmung
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Zusatztext
John Henry Mackays "Die Anarchisten" ist ein Schlüsseltext des deutschsprachigen individualistischen Anarchismus und zugleich ein dokumentarisch grundierter Zeitroman. Im Londoner Exil der 1880er Jahre entfaltet Mackay, in dialogischer und essayistisch verdichteter Prosa, die Gegensätze zwischen kollektivistischer Revolutionshoffnung, sozialer Not und radikaler Selbstbestimmung. Die Erzählung verbindet Milieuschilderung, politische Theorie und psychologische Charakterstudie zu einer literarischen Intervention gegen Staat, Zwang und moralische Bevormundung. Mackay, 1864 in Schottland geboren und in Deutschland aufgewachsen, war Dichter, Publizist und einer der wichtigsten Vermittler der Ideen Max Stirners, dessen Werk er wiederentdeckte und biographisch erschloss. Seine Erfahrungen in europäischen Metropolen, seine Nähe zu oppositionellen Kreisen und sein lebenslanges Interesse an Freiheit jenseits parteipolitischer Programme prägten dieses Buch. "Die Anarchisten" ist daher weniger bloße Fiktion als Ausdruck einer konsequent entwickelten Weltanschauung. Empfohlen sei das Werk allen Leserinnen und Lesern, die politische Literatur nicht als Parole, sondern als intellektuelle Prüfung suchen. Es eröffnet einen historischen Zugang zu anarchistischen Debatten des 19. Jahrhunderts und bleibt zugleich aktuell, wo es nach dem Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und Macht fragt.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 156 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027357413
Umbreit-Nr.: 7969954
