Zwischen den Zielen
Psychologischer Realismus der Jahrhundertwende über Außenseitertum, Freiheit und Gesellschaftskritik
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Zusatztext
"Zwischen den Zielen" entfaltet jene existentielle Übergangszone, in der ein empfindsames Bewusstsein weder in überlieferten Gewissheiten noch in künftigen Idealen Ruhe findet. Mackay gestaltet diese Spannung in einer konzentrierten, zugleich lyrisch grundierten Prosa, die psychologische Beobachtung, gesellschaftliche Skepsis und moralische Selbstprüfung verbindet. Im literarischen Kontext des späten 19. Jahrhunderts steht das Buch zwischen Naturalismus, Neuromantik und individualistischer Moderne: weniger Handlungseffekt als innere Bewegung bestimmt seine Form. John Henry Mackay, 1864 geboren und als deutschsprachiger Schriftsteller schottischer Herkunft bekannt, war eine markante Figur der anarchistischen und individualistischen Literatur. Seine Beschäftigung mit Freiheit, Selbstbestimmung und den Reibungen zwischen Individuum und Gesellschaft prägte sein Werk nachhaltig. Die Erfahrung geistiger Außenseiterschaft, seine Nähe zu radikalen politischen Debatten sowie sein ausgeprägtes Interesse an seelischer Wahrhaftigkeit erklären die besondere Dringlichkeit dieses Buches. Empfohlen sei "Zwischen den Zielen" Lesern, die Literatur nicht als bloße Erzählung, sondern als Erkenntnisform verstehen. Das Buch belohnt genaue Lektüre durch gedankliche Schärfe, stilistische Disziplin und die zeitlose Frage, wie ein Mensch zwischen Anspruch, Begehren und Wirklichkeit seinen eigenen Weg findet.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 88 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027357420
Umbreit-Nr.: 7967399
