Eros' Begräbnis
Psychologischer Roman über Liebe, bürgerliche Moral und das Ende romantischer Illusionen in der schwedischen Moderne
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Zusatztext
Eros' Begräbnis ist eine scharfsinnige Prosaarbeit über die Ernüchterung der Liebe in einer Gesellschaft, die Gefühl, Besitz und gesellschaftliche Rolle unauflöslich miteinander verwechselt. Bergman verbindet psychologische Beobachtung mit bitterer Ironie und einer fast dramatischen Szenenführung; Dialoge, Gesten und unausgesprochene Motive tragen die Handlung stärker als äußere Ereignisse. Im Kontext der skandinavischen Literatur nach Strindberg erscheint das Buch als Studie über das Ende romantischer Illusionen und über die moderne Seele zwischen Komödie und Verzweiflung. Hjalmar Bergman, 1883 in Schweden geboren und 1931 gestorben, gehörte zu den bedeutendsten Erzählern und Dramatikern seiner Generation. Seine Herkunft aus dem bürgerlichen Milieu, seine Nähe zum Theater und seine lebenslange Beschäftigung mit Masken, Rollen und moralischer Selbsttäuschung prägen auch dieses Werk. Bergmans Figuren wirken selten eindeutig schuldig oder unschuldig; sie sind Produkte familiärer Erwartungen, sozialer Zwänge und innerer Unruhe. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die nicht bloß eine Liebesgeschichte suchen, sondern eine literarisch verdichtete Untersuchung der Bedingungen, unter denen Liebe scheitert. Wer psychologische Genauigkeit, nordische Ironie und gesellschaftskritische Eleganz schätzt, findet in Eros' Begräbnis ein zugleich unterhaltsames und beunruhigend kluges Werk.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 124 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027358397
Umbreit-Nr.: 7967219
