Aus dem Leben einer Frau (Autobiografischer Roman)
Autofiktionaler Vormärz-Roman über Frauenrechte, Ehe und weibliche Selbstbestimmung
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Zusatztext
Aus dem Leben einer Frau ist ein autobiografisch grundierter Roman des Vormärz, in dem persönliche Erfahrung zur gesellschaftlichen Anklage wird. Aston schildert weibliche Bildung, Ehe, Begehren und ökonomische Abhängigkeit als miteinander verschränkte Machtverhältnisse. Der Ton verbindet Bekenntnisprosa, Briefroman und publizistische Schärfe; die erzählte Lebensgeschichte erscheint weniger als private Indiskretion denn als literarisches Experiment politischer Selbstbehauptung im Umfeld jungdeutscher und frühfeministischer Debatten. Louise Aston (1814-1871), Schriftstellerin, Demokratin und eine der unbequemsten Stimmen ihrer Zeit, kannte die Konflikte ihres Stoffes aus eigener Anschauung. Ihre Trennung von konventionellen Ehe- und Standesnormen, ihre Nähe zu radikalen Kreisen, Zensurerfahrungen und Ausweisungen aus Berlin formten ein Bewusstsein, das Literatur als Eingriff verstand. Das Buch verdichtet diese Biografie zu einer exemplarischen Kritik an patriarchaler Moral und staatlich gestützter Unmündigkeit. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die deutsche Literaturgeschichte jenseits des Kanons erkunden möchten. Astons Roman ist nicht nur ein Dokument weiblicher Emanzipation, sondern ein ästhetisch eigenwilliger Text, dessen Dringlichkeit bis heute spürbar bleibt. Wer verstehen will, wie intim erzählte Erfahrung politische Sprengkraft gewinnt, findet hier eine ebenso aufrüttelnde wie kluge Lektüre.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 52 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027358564
Umbreit-Nr.: 7967281
