Die Moosschwaige
Bayerisches Landleben im Dachauer Moos zwischen Heimat, Arbeit, Familienkonflikt und Wandel
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Zusatztext
Die Moosschwaige ist als erzählende Annäherung an einen abgeschiedenen, vom Moor geprägten Lebensraum zu verstehen, in dem Landschaft, Besitz, Arbeit und menschliche Bindungen untrennbar ineinandergreifen. Paul Grabein verbindet eine realistische Beobachtung des bäuerlichen Alltags mit der atmosphärischen Verdichtung des Heimatromans: Die Schwaige erscheint nicht bloß als Schauplatz, sondern als sozialer und seelischer Prüfstein. Im literarischen Kontext steht das Buch nahe bei jener deutschsprachigen Regionalprosa, die um Natur, Herkunft und Modernisierung ringt, ohne die Härten ländlicher Existenz zu romantisieren. Paul Grabein zeigt sich als Autor, der die Spannung zwischen überlieferter Ordnung und individueller Lebensentscheidung ernst nimmt. Sein Blick auf Menschen in begrenzten sozialen Räumen lässt vermuten, dass ihn weniger pittoreske Folklore als die moralische und wirtschaftliche Wirklichkeit des Landes interessierte. Gerade die Wahl eines randständigen Ortes wie der Moosschwaige deutet auf ein erzählerisches Interesse an Grenzlagen hin: zwischen Kultur und Natur, Beharrung und Veränderung. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die regional verankerte Literatur nicht als bloße Idylle, sondern als Erkenntnisform schätzen. Die Moosschwaige bietet eine dichte, ernsthafte Lektüre über Landschaft als Schicksalsraum und über Menschen, deren Entscheidungen aus Boden, Herkunft und Gemeinschaft erwachsen.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 124 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027358809
Umbreit-Nr.: 7967836
