Die Herren der Erde
Machtintrigen, Legionen und Sklaven im Schatten des Imperium Romanum
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Zusatztext
Die Herren der Erde entfaltet ein Panorama menschlicher Selbstermächtigung: Der Titel verweist auf den modernen Anspruch, Natur, Technik und gesellschaftliche Ordnung beherrschen zu können. Grabein verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit kulturkritischer Reflexion; sein Stil steht im Spannungsfeld von realistischer Beobachtung, zeittypischem Fortschrittsglauben und skeptischer Diagnose. Das Buch gehört damit in den literarischen Kontext jener Umbruchsepoche, in der Industrialisierung, Wissenschaft und imperiale Weltbilder das Denken Europas prägten. Paul Grabein erscheint als Autor, der die geistigen und sozialen Verwerfungen seiner Zeit aufmerksam registrierte. Seine Nähe zu publizistischen, bürgerlichen und zeitgeschichtlichen Diskursen dürfte ihn für Fragen nach Macht, Verantwortung und menschlicher Hybris besonders sensibilisiert haben. Die Wahl eines so programmatischen Titels legt nahe, dass er nicht bloß erzählen, sondern eine Epoche in ihren Selbstbildern prüfen wollte. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht nur als Handlung, sondern als intellektuelles Dokument verstehen. Wer sich für die Verbindung von Erzählkunst, Zeitkritik und Ideengeschichte interessiert, findet hier einen aufschlussreichen Text über den Preis des Herrschaftsanspruchs.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 164 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 0-12 J.
ISBN/EAN: 9788027358823
Umbreit-Nr.: 7967532
