Das stille Leuchten
Psychologischer Roman über Liebeskonflikt, Lebenskrise und innere Einkehr in der bürgerlichen Gesellschaft
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Zusatztext
Das stille Leuchten ist als fein komponierte Erzählprosa zu lesen, in der äußere Handlung und innere Bewegung eng ineinandergreifen. Der Titel verweist auf eine Poetik des Zurückgenommenen: Nicht spektakuläre Ereignisse, sondern leise Wandlungen, moralische Prüfungen und die Wahrnehmung verborgener Schönheit tragen den Text. Stilistisch steht das Buch in der Tradition des bürgerlichen Realismus und der empfindsamen Jahrhundertwende-Prosa, verbindet genaue Milieubeobachtung mit symbolischer Verdichtung und einer Sprache, die das Unsichtbare im Alltäglichen aufscheinen lässt. Paul Grabein erscheint hier als Autor, der psychologische Aufmerksamkeit, ethische Fragestellungen und kulturelle Bildung miteinander verbindet. Sein literarisches Interesse gilt weniger der bloßen Aktion als der Formung des Menschen durch Erinnerung, Gemeinschaft, Verlust und Hoffnung. Gerade diese Sensibilität für seelische Zwischentöne dürfte den Stoff geprägt haben: Das stille Leuchten wirkt wie ein Versuch, im Schatten moderner Verunsicherung eine stille, humane Ordnung sichtbar zu machen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die eine nachdenkliche, sprachlich maßvolle und geistig gehaltvolle Lektüre suchen. Wer Literatur schätzt, die nicht überwältigt, sondern erhellt, findet hier ein Werk von bleibender, leiser Intensität.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 132 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 0-12 J.
ISBN/EAN: 9788027358830
Umbreit-Nr.: 7968006
