Der Ruf des Lebens
Gesellschaftsroman um Selbstfindung, bürgerliche Moral und innere Konflikte im wilhelminischen Kaiserreich
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Zusatztext
Der Ruf des Lebens entfaltet sich als Roman der inneren Entscheidung: Im Zentrum steht der Mensch, der den bequemen Ordnungen des Alltags entwächst und einem drängenden Anspruch auf Selbstverwirklichung folgt. Paul Grabein verbindet erzählerische Klarheit mit psychologischer Beobachtung und stellt seine Figuren in den Spannungsraum von Pflicht, Begehren und gesellschaftlicher Erwartung. Damit steht das Buch im Kontext jener deutschsprachigen Prosa um 1900, die realistische Milieuschilderung mit moderner Seelenanalyse verknüpft. Paul Grabein erscheint in diesem Werk als Autor, der die Umbrüche seiner Zeit aufmerksam registriert: die Lockerung überlieferter Lebensformen, das wachsende Interesse am Individuum und die Frage nach einem wahrhaftigen Dasein. Seine literarische Sensibilität dürfte gerade aus der Beobachtung bürgerlicher Konflikte erwachsen sein, in denen äußere Anpassung und innerer Aufbruch unversöhnlich aufeinandertreffen. Empfohlen sei Der Ruf des Lebens Leserinnen und Lesern, die nicht bloß Handlung, sondern geistige Bewegung suchen. Das Buch überzeugt durch seine ernsthafte Fragestellung, seine kultivierte Sprache und seine anhaltende Aktualität: Es fragt, was es heißt, dem Leben wirklich zu antworten.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 92 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027358847
Umbreit-Nr.: 7967904
