Das große Heimweh
Ein Heimatroman der Kaiserzeit über Herkunft, Heimkehr, Familienkonflikte und die seelische Unruhe der Moderne
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Zusatztext
"Das große Heimweh" gestaltet das Motiv der Sehnsucht nach Herkunft, Geborgenheit und geistiger Beheimatung als zentrale Triebkraft menschlichen Handelns. Der Roman steht im Umfeld der deutschsprachigen Erzählliteratur des frühen 20. Jahrhunderts, in der Heimatkunst, bürgerlicher Realismus und psychologische Selbstbefragung ineinandergreifen. Herzogs Stil verbindet anschauliche Milieuschilderung mit pathetischer Verdichtung; äußere Schauplätze werden zu Spiegeln innerer Unruhe, während das Heimweh nicht bloß sentimentales Gefühl, sondern kulturkritische Diagnose einer entwurzelten Moderne ist. Rudolf Herzog, 1869 in Barmen geboren und 1943 verstorben, gehörte zu den vielgelesenen deutschen Erzählern seiner Zeit. Seine Herkunft aus dem rheinisch-westfälischen Raum, die Erfahrung industrieller und gesellschaftlicher Umbrüche sowie sein Interesse an Familie, Stand, Pflicht und nationaler Identität prägten sein literarisches Denken. Vor diesem Hintergrund erscheint "Das große Heimweh" als Ausdruck einer Epoche, die zwischen Fortschrittsglauben und Verlustbewusstsein schwankte. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Romane nicht nur als Handlung, sondern als Seismograph seelischer und sozialer Spannungen verstehen. Es bietet Einblick in Mentalitäten seiner Entstehungszeit und überzeugt durch seine ernsthafte Befragung dessen, was Heimat bedeuten kann.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 212 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027359127
Umbreit-Nr.: 7967438
