Der Strick um den Hals (Gaboriau-Krimi)
Mordverdacht, Justizirrtum und psychologische Spannung im französischen Detektivroman des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Der Strick um den Hals entfaltet einen Kriminalfall, in dem Schuld, Indizien und gesellschaftlicher Schein einander gefährlich überlagern. Gaboriau verbindet die Spannung des Feuilletonromans mit der frühen Logik des Detektivnarrativs: präzise Beobachtung, juristische Verfahrensnähe und psychologische Enthüllung treiben die Handlung voran. Im literarischen Kontext des französischen 19. Jahrhunderts steht der Roman zwischen Balzacs Gesellschaftsanalyse, Poes analytischem Rätsel und dem entstehenden modernen Polizeikrimi. Émile Gaboriau, 1832 geboren und 1873 gestorben, war Journalist, Chronist urbaner Milieus und einer der Begründer des roman policier. Seine Erfahrungen in Presse, Gerichtssaalberichterstattung und populärer Fortsetzungsliteratur schärften seinen Blick für öffentliche Verdächtigung, soziale Masken und die Macht scheinbar nebensächlicher Details. Aus diesem Umfeld heraus entwickelte er jene erzählerische Methode, die später Autoren wie Conan Doyle nachhaltig beeinflussen sollte. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die nicht nur einen klassischen Kriminalroman suchen, sondern die Frühgeschichte des Genres verstehen möchten. Der Strick um den Hals bietet dramatische Spannung, methodische Ermittlungsarbeit und ein scharfes Bild bürgerlicher Moral. Wer literarische Kriminallogik in ihrer Entstehung erleben will, findet hier ein ebenso unterhaltsames wie historisch bedeutendes Werk.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 308 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.7 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 0-12 J.
ISBN/EAN: 9788027359172
Umbreit-Nr.: 7967598
