Die Hexe von Endor
Ein biblisches Schicksalsdrama um König Saul, Totenorakel und die Grenzen von Glaube, Macht und Gewissen
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Zusatztext
Rudolf Presbers Die Hexe von Endor greift die alttestamentliche Szene um König Saul und die Totenbeschwörerin von Endor auf und verwandelt sie in eine literarische Betrachtung von Schuld, Macht und metaphysischer Verzweiflung. Im Zentrum steht weniger das Wunderbare als die seelische Grenzsituation: der Mensch sucht Gewissheit dort, wo Religion, Politik und Vernunft versagen. Presbers Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit dramatischer Zuspitzung und steht im Kontext jener wilhelminischen Literatur, die historische und biblische Stoffe psychologisch neu deutete. Presber, 1868 geboren und als Schriftsteller, Journalist und Bühnenautor tätig, bewegte sich souverän zwischen Unterhaltungsliteratur, Feuilleton und ernsthafter kulturgeschichtlicher Reflexion. Seine Erfahrung mit Theater und publizistischer Beobachtung schärfte den Blick für Konflikt, Szene und Wirkung. Gerade deshalb konnte ihn der Stoff von Endor reizen: Er erlaubt die Verbindung eines bekannten Mythos mit Fragen nach Autorität, Aberglauben, Gewissen und dem Bedürfnis nach letzten Antworten. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die biblische Stoffe nicht als bloße Nacherzählung, sondern als Spiegel menschlicher Krisen verstehen möchten. Es bietet historische Atmosphäre, geistige Spannung und eine klare erzählerische Führung. Wer an religiös grundierter Literatur, psychologischer Figurenzeichnung und den Übergängen zwischen Glaube, Furcht und Erkenntnis interessiert ist, findet hier eine anregende, nachhallende Lektüre.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 152 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027360567
Umbreit-Nr.: 7970341
