Eleagabal Kuperus
Okkulte Dekadenz, psychologischer Horror und groteske Abgründe der Prager Fin-de-Siècle-Phantastik
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Zusatztext
Eleagabal Kuperus ist ein Beispiel jener deutschsprachigen Phantastik der Jahrhundertwende, in der historische Maskierung, psychologische Abgründigkeit und groteske Satire ineinandergreifen. Die Gestalt des Kuperus steht im Schatten des römischen Kaisers Elagabal: als Chiffre für Exzess, ästhetische Selbstinszenierung und moralische Entgrenzung. Strobls Prosa verbindet gelehrte Anspielung mit nervöser, bisweilen dämonischer Atmosphäre und gehört in den Kontext des Fin de Siècle, der Dekadenzliteratur und der frühen modernen Schauergeschichte. Karl Hans Strobl, 1877 in Mähren geboren und im Prager deutschsprachigen Milieu geprägt, war Jurist, Erzähler und einer der markanten Vertreter unheimlicher Literatur. Seine Nähe zu den kulturellen Spannungen Prags, sein Interesse an Okkultismus, Geschichte und pathologischen Bewusstseinszuständen erklären die Stoffwahl dieses Buches. In Kuperus verdichten sich Strobls wiederkehrende Themen: Macht der Imagination, Verfall bürgerlicher Gewissheiten und Faszination des Abnormen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die nicht bloß Handlung, sondern geistige Atmosphäre suchen. Wer Meyrink, Ewers oder die dunkleren Seiten der Wiener und Prager Moderne schätzt, findet hier ein kunstvoll irritierendes Werk von historischer und literarischer Bedeutung.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 408 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027360598
Umbreit-Nr.: 7969248
