Die Memoiren der Fanny Hill (Ein Erotik, Sex & Porno Klassiker)
Erotik, Zensur und weibliche Selbstbehauptung im georgianischen London
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Zusatztext
Die Memoiren der Fanny Hill, erstmals 1748/49 erschienen, ist ein Schlüsseltext der englischen Aufklärungsliteratur und zugleich ein berüchtigter Klassiker erotischer Prosa. In der Form einer rückblickenden Ich-Erzählung verbindet der Roman pikarische Abenteuer, sentimentale Selbstdeutung und eine elegant verschleiernde Rhetorik. Cleland schildert den Weg seiner Heldin durch die Londoner Halbwelt nicht nur als Folge sinnlicher Erfahrungen, sondern auch als Studie über Ökonomie, Begehren, soziale Verwundbarkeit und weibliche Selbstbehauptung im 18. Jahrhundert. John Cleland (1709-1789) war ein englischer Schriftsteller, der Erfahrungen im Dienst der East India Company, finanzielle Unsicherheit und die Dynamik des expandierenden Buchmarkts kannte. Die Entstehung des Romans wird häufig mit seiner Zeit im Schuldgefängnis in Verbindung gebracht; sicher ist, dass die Veröffentlichung rasch juristische Verfolgung wegen Obszönität auslöste. Gerade diese Spannung zwischen literarischem Ehrgeiz, moralischer Zensur und kommerziellem Kalkül prägt das Werk. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Erotik nicht bloß als Reizform, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Wer sich für Aufklärung, Zensurgeschichte, Genderfragen und die Entwicklung des modernen Romans interessiert, findet hier einen provozierenden, stilistisch kunstvollen und historisch aufschlussreichen Text.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 52 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027362370
Umbreit-Nr.: 7968154
