Das Tagebuch der Mademoiselle S. Aus den Memoiren einer Sängerin (Ein Erotik, Sex & Porno Klassiker)
Erotische Beichte aus Oper, Salon und 19. Jahrhundert
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Zusatztext
Das Tagebuch der Mademoiselle S. entfaltet in der Form eines intimen Journals die erotische und gesellschaftliche Bildung einer jungen Sängerin, deren Begehren stets mit Bühne, Maske und Macht verknüpft bleibt. Der Text verbindet die Konventionen der Memoirenliteratur mit der freizügigen Tradition des libertinen Romans: episodisch, bekenntnishaft, zugleich beobachtend und kalkuliert theatralisch. Hinter den sinnlichen Szenen erscheint ein präzises Bild des 19. Jahrhunderts, in dem Kunstbetrieb, aristokratische Salons und bürgerliche Moral einander durchdringen und kontrollieren. Wilhelmine Schröder-Devrient, der dieses Werk zugeschrieben wurde, war eine der bedeutendsten deutschen Sängerinnen ihrer Zeit und prägte mit dramatischer Ausdruckskraft das Musiktheater von Beethoven bis Wagner. Gerade ihre Berühmtheit, ihre Nähe zu Opernhäusern, Mäzenen und öffentlichen Skandalen machte sie zur idealen Projektionsfigur für solche Memoiren. Die Autorschaft bleibt literarhistorisch unsicher; doch die Zuschreibung lenkt den Blick auf weibliche Kunstexistenz, soziale Abhängigkeit und die Ambivalenz öffentlicher Verehrung. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die erotische Literatur nicht nur als Reiztext, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Es eröffnet Einblicke in Körperbilder, Geschlechterordnungen und die Ökonomie des Ruhms. In kritischer Distanz gelesen, ist es ein aufschlussreicher Klassiker zwischen Fantasie, Selbstinszenierung und Gesellschaftsanalyse.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 84 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027362400
Umbreit-Nr.: 7967459
