Gedanken über die Religion
Philosophische Fragmente über Vernunft, Glaube, Endlichkeit und christliche Apologetik im 17. Jahrhundert
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Zusatztext
Blaise Pascals "Gedanken über die Religion" versammelt jene fragmentarischen Notizen, die als Apologie des Christentums geplant waren und heute zu den eindringlichsten Texten der europäischen Geistesgeschichte zählen. In aphoristischer Verdichtung, scharfer psychologischer Beobachtung und mathematisch geschulter Argumentation untersucht Pascal die Größe und Elendigkeit des Menschen, die Grenzen der Vernunft, die Zerstreuung des Herzens und die Möglichkeit des Glaubens. Der Stil ist zugleich polemisch, meditativ und existenziell; literarisch steht das Werk zwischen Moralistik, Theologie und frühmoderner Anthropologie. Pascal, 1623 in Clermont-Ferrand geboren, war Mathematiker, Physiker, Erfinder und religiöser Denker von außerordentlicher Spannweite. Seine wissenschaftliche Strenge, seine Erfahrung mit Krankheit und gesellschaftlicher Weltläufigkeit sowie seine Nähe zum Jansenismus von Port-Royal prägten die Dringlichkeit dieses Buches. Nach seiner religiösen Bekehrung suchte er keine abstrakte Systemtheologie, sondern eine Sprache, die den skeptischen, gebildeten Menschen seiner Zeit unmittelbar trifft. Dieses Werk empfiehlt sich allen Lesern, die philosophische Klarheit nicht von spiritueller Unruhe trennen. Wer verstehen möchte, wie modern die Fragen nach Sinn, Selbsttäuschung, Endlichkeit und Gnade bereits im 17. Jahrhundert formuliert wurden, findet hier ein anspruchsvolles, beunruhigendes und dauerhaft fruchtbares Buch.
Weitere Details
Erschienen: 20.12.2022
Umfang: 512 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027364411
Umbreit-Nr.: 7967760
