Das Recht auf Faulheit (Widerlegung des 'Rechts auf Arbeit' von 1848)
Kapitalismuskritik, Arbeitsmoral und sozialistische Satire der Industriegesellschaft
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Zusatztext
Paul Lafargues Das Recht auf Faulheit ist ein glänzend zugespitztes Pamphlet der sozialistischen Literatur des späten 19. Jahrhunderts. Als Widerlegung des 1848 erhobenen "Rechts auf Arbeit" entlarvt es die bürgerliche Arbeitsmoral als ideologisches Instrument kapitalistischer Ausbeutung. In satirischer Schärfe, mit ökonomischer Argumentation und klassischer Gelehrsamkeit verbindet Lafargue marxistische Analyse, antike Muße-Ideale und eine provokante Verteidigung menschlicher Selbstentfaltung gegen industrielle Disziplin. Paul Lafargue, 1842 in Santiago de Cuba geboren und in Frankreich politisch wirksam, war Arzt, Journalist, Revolutionär und Schwiegersohn Karl Marx'. Seine Nähe zur internationalen Arbeiterbewegung, seine Auseinandersetzung mit französischem Republikanismus und seine Kenntnis der Fabrikgesellschaft prägten dieses Buch. Gerade weil er die Forderungen der Arbeiterbewegung kannte, attackierte er ihre unkritische Übernahme des Arbeitskults und suchte eine radikalere Perspektive auf Freiheit, Technik und Bedürfnis. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die politische Theorie nicht als bloße Programmatik, sondern als literarisch funkelnde Intervention begreifen. Es fordert bis heute heraus, weil es Fragen nach Arbeitszeit, Produktivität, Konsum und Würde mit unbequemer Klarheit stellt. Wer moderne Debatten über Burn-out, Automatisierung oder Grundeinkommen verstehen will, findet hier einen überraschend aktuellen Klassiker.
Weitere Details
Erschienen: 20.12.2022
Umfang: 36 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027364695
Umbreit-Nr.: 7968064
