Der ewige Mensch: Drama in Christo
Expressionistisches Passionsdrama über Schuld, Opfer und Erlösungssehnsucht in der deutschen Moderne
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Zusatztext
Der ewige Mensch: Drama in Christo entfaltet kein bloß historisierendes Passionsspiel, sondern ein symbolisch verdichtetes Menschheitsdrama, in dem Christus als Mitte von Leid, Schuld, Opfer und Erlösung erscheint. Brust verbindet biblische Motive mit der gesteigerten Sprache des Expressionismus: pathetische Dialoge, visionäre Bilder und eine streng geistige Konfliktführung ersetzen psychologischen Realismus. Im literarischen Kontext der Nachkriegszeit steht das Stück neben jenen religiös grundierten Dramen, die nach 1918 den zerbrochenen Menschen neu zu deuten suchten. Alfred Brust, 1891 in Ostpreußen geboren und 1934 gestorben, gehörte zu den eigenwilligen Stimmen der deutschsprachigen Moderne. Seine Herkunft aus einer kulturell vielschichtigen Grenzlandschaft, die Erfahrung einer von Krieg, sozialer Erschütterung und metaphysischer Unruhe geprägten Epoche sowie seine Nähe zu mythischen und religiösen Denkformen prägen sein Schreiben. Der ewige Mensch wirkt daher wie eine dichterische Antwort auf die Frage, ob im geschichtlichen Menschen noch ein überzeitlicher Sinn aufscheinen kann. Empfohlen sei dieses Werk Lesern, die sich für expressionistisches Theater, christologische Symbolik und die geistigen Krisen der frühen Moderne interessieren. Es fordert Konzentration, belohnt sie jedoch mit einer eindringlichen Vision des Menschen im Angesicht von Schuld und Hoffnung.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 32 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027369058
Umbreit-Nr.: 8838326
