Das heilige Donnerwetter
Skandinavische Satire über bürgerliche Moral, religiöse Rhetorik und Selbsttäuschung in der nordischen Moderne
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Zusatztext
Adolf Pauls "Das heilige Donnerwetter" entfaltet, schon im paradoxen Titel, eine spannungsreiche Verbindung von Sakralem, Groteskem und satirischer Entladung. Das Buch liest sich als pointierte Auseinandersetzung mit bürgerlicher Moral, religiöser Rhetorik und menschlicher Selbsttäuschung. Pauls Stil verbindet erzählerische Beweglichkeit mit scharfem Dialog, ironischer Zuspitzung und jener fin-de-sièclehaften Neigung, seelische Konflikte in theatralische Situationen zu überführen. Der Autor Adolf Paul, 1863 in Schweden geboren und kulturell eng mit Finnland, Deutschland und Skandinavien verbunden, war eine bemerkenswert kosmopolitische Gestalt. Seine Nähe zu Jean Sibelius, August Strindberg und den künstlerischen Milieus Berlins prägte sein Gespür für dramatische Spannung, psychologische Unruhe und moderne Formen der Provokation. Aus dieser Zwischenstellung heraus konnte Paul gesellschaftliche Normen zugleich von innen beobachten und von außen befragen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die literarische Satire nicht als bloßen Spott, sondern als erkenntniskritisches Instrument schätzen. "Das heilige Donnerwetter" bietet eine konzentrierte Begegnung mit einem heute zu wenig gelesenen Autor, dessen Werk europäische Moderne, nordische Sensibilität und deutsche Sprachkunst produktiv verbindet.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 224 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027369720
Umbreit-Nr.: 8838254
