Auf der Höhe
Ein Gesellschaftsroman des deutschen Realismus über Hof, Stand, Liebe, Gewissen und moralische Konflikte im 19. Jahrhundert
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Zusatztext
Berthold Auerbachs Roman Auf der Höhe entfaltet ein weit gespanntes Panorama höfischer, bürgerlicher und ländlicher Lebenswelten. Im Zentrum stehen die moralischen Prüfungen einer Gesellschaft, in der Macht, Stand, Liebe und Gewissen unauflöslich miteinander verknüpft sind. Auerbach verbindet psychologische Beobachtung, erzählerische Breite und zeitkritische Reflexion; der Roman gehört in den Kontext des deutschsprachigen Realismus und der liberalen Bildungs- und Gesellschaftsdebatten des 19. Jahrhunderts. Auerbach, 1812 im Schwarzwald geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller von Fragen der Zugehörigkeit, Emanzipation und Humanität geprägt, hatte mit seinen Schwarzwälder Dorfgeschichten bereits die poetische Würde des einfachen Lebens herausgestellt. In Auf der Höhe erweitert er diesen Blick: Die Erfahrung sozialer Grenzen, seine Nähe zu demokratisch-liberalen Ideen und sein Interesse an ethischer Selbstbildung prägen die Darstellung von Herrschaft und Verantwortung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die einen anspruchsvollen Gesellschaftsroman suchen, der nicht nur erzählt, sondern urteilt, prüft und vermittelt. Auf der Höhe bietet historische Einsicht, literarische Formkraft und eine bis heute anregende Frage: Wie kann persönliches Glück mit moralischer Wahrheit und sozialer Pflicht vereinbar sein?
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 504 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028344566
Umbreit-Nr.: 2779116