Gesammelte Essays
Zusatztext
Stendhals Gesammelte Essays versammeln Betrachtungen zu Literatur, Malerei, Musik, Politik, Reiseerfahrung und den Mechanismen der Leidenschaft. Ihr Reiz liegt weniger in systematischer Theorie als in der beweglichen Intelligenz eines Beobachters, der ästhetische Urteile stets an gelebte Erfahrung bindet. Der Stil ist knapp, pointiert, oft aphoristisch; zwischen aufklärerischer Klarheit, romantischer Empfindsamkeit und dem psychologischen Realismus des 19. Jahrhunderts entsteht eine Prosa von bemerkenswerter Modernität. Henri Beyle, der unter dem Namen Stendhal berühmt wurde, war Soldat im napoleonischen Europa, Verwaltungsbeamter, Italienliebhaber und unermüdlicher Chronist gesellschaftlicher Maskenspiele. Seine Erfahrungen in Mailand, Paris und auf Reisen prägten seinen Blick für Ehrgeiz, Selbsttäuschung, Kunstenthusiasmus und politische Illusion. Was später seine Romane wie Rot und Schwarz durchdringt, erscheint in diesen Essays als Werkstatt seines Denkens: die Suche nach Wahrhaftigkeit in einer Welt der Konvention. Diese Sammlung empfiehlt sich Lesern, die Stendhal nicht nur als Erzähler, sondern als scharfsinnigen Kritiker der modernen Seele entdecken möchten. Sie bietet intellektuelle Eleganz, historische Tiefe und überraschende Aktualität. Wer Essays als Kunstform liebt, findet hier ein Buch, das Urteilskraft, Geschmack und Menschenkenntnis gleichermaßen schult.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 488 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028345976
Umbreit-Nr.: 2780270
