Ini
Ein früher Zukunftsroman über Technikvisionen, Reformen und Gesellschaftsutopie im 21. Jahrhundert
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Zusatztext
Ini gehört zu den bemerkenswerten frühen Zukunftsromanen der deutschen Literatur: Als Roman aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert entwirft das Buch eine kommende Gesellschaft, in der technische Neuerungen, veränderte Verkehrsformen und reformierte Institutionen nicht bloß Kulisse, sondern Prüfsteine menschlicher Vernunft sind. Voß verbindet satirische Beobachtung, didaktische Dialoge und erzählerische Episoden zu einem Text zwischen Spätaufklärung, empfindsamem Roman und proto-science-fictionaler Spekulation; der Blick in die Zukunft dient zugleich der Kritik der Gegenwart. Julius von Voß (1768-1832), preußischer Offizier, Theatermann und außerordentlich produktiver Schriftsteller, schrieb aus der Erfahrung einer Epoche politischer Erschütterung. Militärdienst, Berliner Öffentlichkeit, napoleonische Umbrüche und die Debatten über Reform, Technik und bürgerliche Moral prägten seinen Horizont. In Ini verdichtet sich dieses Interesse an Ordnung und Fortschritt zu einem literarischen Experiment, das Fantasie nicht als Flucht, sondern als Denkmodell nutzt. Empfohlen sei Ini Leserinnen und Lesern, die die Genealogie moderner Zukunftsliteratur jenseits kanonischer Namen verfolgen möchten. Das Buch belohnt historisches Interesse mit überraschender Aktualität: Es zeigt, wie früh Literatur fragte, welche Maschinen, Institutionen und Hoffnungen den Menschen verändern.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 108 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347987
Umbreit-Nr.: 2780245
