Friede auf Erden!
Eine moralische Erzählung aus Kriegszeit, Heimatfront und bürgerlichem Milieu des deutschen Kaiserreichs
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Zusatztext
Rudolf Stratz' "Friede auf Erden!" stellt die alte Friedensverheißung des Christentums in den Spannungsraum einer von nationaler Erregung, sozialer Pflicht und persönlicher Gewissensnot geprägten Welt. Der Roman verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit moralischer Reflexion: Szenische Dialoge, psychologisch zugespitzte Konflikte und ein bewusst eingängiger Stil verankern ihn in der populären deutschen Erzählliteratur des späten Kaiserreichs und der Kriegszeit. Sein Titel wirkt dabei nicht bloß programmatisch, sondern auch prüfend: Was bedeutet Frieden, wenn private Bindungen und öffentliche Loyalitäten auseinanderdriften? Stratz, 1864 geboren und lange einer der vielgelesenen deutschsprachigen Romanciers seiner Generation, kannte die bürgerlichen Milieus, militärischen Denkformen und politischen Empfindlichkeiten seiner Zeit aus nächster Nähe. Seine Erfahrungen als Offizier, Journalist und weitgereister Beobachter schärften seinen Blick für Autorität, Ehre, Opferbereitschaft und die Grenzen patriotischer Rhetorik. Gerade diese biographische Nähe zur wilhelminischen Gesellschaft erklärt die innere Spannung des Buches zwischen Zeitgebundenheit und ethischem Anspruch. Empfohlen sei "Friede auf Erden!" Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als empfindlichen Seismographen kollektiver Vorstellungen lesen möchten. Das Buch eröffnet einen aufschlussreichen Zugang zu Fragen von Krieg, Religion, Moral und Menschlichkeit.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 60 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028348014
Umbreit-Nr.: 2778767
