Die große Revolution
Kosmische Utopie und pazifistische Satire über Mondgesellschaft, Technik und politische Phantasie
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Zusatztext
In "Die große Revolution" entfaltet Paul Scheerbart eine phantastische Umwälzungserzählung, in der politische, kosmische und ästhetische Ordnungen gleichermaßen zur Disposition stehen. Das Buch verbindet satirische Schärfe mit utopischer Spekulation und jener kristallinen Leichtigkeit, die Scheerbarts Prosa kennzeichnet: scheinbar naive Einfälle öffnen den Blick auf grundsätzliche Fragen nach Herrschaft, Fortschritt, Technik und menschlicher Einbildungskraft. Im literarischen Kontext der frühen Moderne steht der Text zwischen Zukunftsroman, Groteske und philosophischem Märchen. Paul Scheerbart, 1863 in Danzig geboren und 1915 in Berlin gestorben, war einer der eigenwilligsten deutschsprachigen Autoren um 1900. Seine Beschäftigung mit Glasarchitektur, Astronomie, Pazifismus und alternativen Zivilisationsentwürfen prägte ein Werk, das sich bewusst gegen naturalistische Wirklichkeitsenge wandte. Gerade seine Skepsis gegenüber militaristischer Politik und bürgerlicher Vernunft dürfte die visionäre Energie dieses Buches gespeist haben: Revolution erscheint bei ihm weniger als bloßer Machtwechsel denn als Umbildung der Wahrnehmung. Empfohlen sei "Die große Revolution" allen Leserinnen und Lesern, die literarische Utopien nicht als Flucht, sondern als Erkenntnisinstrument verstehen. Scheerbarts Werk belohnt die Aufmerksamkeit mit Witz, gedanklicher Kühnheit und einer überraschend aktuellen Kritik an den Grenzen politischer Phantasie.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 64 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 7-99 J.
ISBN/EAN: 9788028348625
Umbreit-Nr.: 2780532
