Die Gräfin Ulfeld
Historische Novelle über Leonora Christina, Hofintrigen und Kerkerhaft im Kopenhagen des 17. Jahrhunderts
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Zusatztext
Die Gräfin Ulfeld gestaltet den Stoff um Leonora Christina Ulfeldt als historisch grundierte Erzählung über Treue, Macht und moralische Bewährung. Schefer verbindet höfische Intrige, politisches Kalkül und das innere Drama einer außergewöhnlichen Frau zu einer Prosa, die weniger auf äußere Sensation als auf ethische Durchdringung zielt. Im Kontext der spätromantischen und vormärzlichen Geschichtsdichtung erscheint das Werk als Reflexion über Gewissen und Freiheit unter den Bedingungen dynastischer Gewalt. Leopold Schefer, 1784 in Muskau geboren, war Dichter, Komponist und weitgereister Beobachter europäischer Kulturen. Seine Nähe zu humanistischen Idealen, sein Interesse an geschichtlichen Umbrüchen und seine Distanz gegenüber bloßer Machtpolitik prägen auch dieses Buch. Die Wahl einer standhaften, leidenden Gräfin als Mittelpunkt entspricht Schefers Neigung, historische Figuren als Träger allgemeiner sittlicher Fragen zu lesen. Empfohlen sei Die Gräfin Ulfeld allen Lesern, die historische Literatur nicht nur als Rekonstruktion vergangener Ereignisse, sondern als Deutung menschlicher Haltung verstehen. Das Buch bietet eine anspruchsvolle Begegnung mit weiblicher Standfestigkeit, politischer Schuld und poetischer Geschichtserkenntnis.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 124 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 9-99 J.
ISBN/EAN: 9788028348632
Umbreit-Nr.: 2780501
