Die Bekanntschaft auf der Reise
Zufallsbegegnung, Empfindsamkeit und moralische Konflikte im Adelsmilieu der frühen Romantik
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Zusatztext
Die Bekanntschaft auf der Reise gestaltet aus einer scheinbar zufälligen Begegnung unterwegs eine feinsinnige Erzählung über Wahrnehmung, Vertrauen und gesellschaftliche Selbstprüfung. Ahlefeld verbindet empfindsame Psychologie mit der klaren moralischen Architektur der spätaufklärerischen Prosa; zugleich klingen bereits jene romantischen Interessen an Innerlichkeit, Schicksal und bedeutsamer Fügung an, die das frühe 19. Jahrhundert prägen. Die Reise erscheint dabei nicht nur als äußere Bewegung, sondern als literarischer Prüfraum, in dem Charaktere lesbar werden. Charlotte von Ahlefeld, geborene von Seebach, gehörte zu den produktiven deutschsprachigen Autorinnen ihrer Zeit und veröffentlichte teils unter Pseudonym. Ihre Herkunft aus adligem Milieu, ihre Erfahrung höfischer und bürgerlicher Kommunikationsformen sowie die begrenzten Handlungsspielräume von Frauen bilden einen wichtigen Hintergrund ihres Erzählens. Gerade deshalb richtet sich ihr Blick auf Konvention, Gefühl und moralische Entscheidung mit besonderer Genauigkeit. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die die Übergänge zwischen Aufklärung, Empfindsamkeit und Romantik nicht nur in kanonischen Werken, sondern auch in der differenzierten Prosa einer lange unterschätzten Autorin verfolgen möchten. Die Bekanntschaft auf der Reise bietet knappe Handlung, psychologische Aufmerksamkeit und kulturgeschichtlichen Gewinn.
Weitere Details
Erschienen: 05.12.2023
Umfang: 72 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028353049
Umbreit-Nr.: 2947335
