Die letzte Freude
Ein Seelenroman aus den norwegischen Bergen über Natur, Einsamkeit und Zivilisationskritik
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Zusatztext
Die letzte Freude, 1912 erschienen, ist ein leiser, zugleich scharf beobachtender Roman über Rückzug, Naturerfahrung und die brüchige Verheißung zivilisatorischen Fortschritts. Hamsun führt einen Ich-Erzähler in die norwegische Bergwelt, wo Jagd, Wetter, Stille und Begegnungen mit Bauern, Reisenden und Außenseitern zu Prüfsteinen einer modernen Existenz werden. Der Stil ist impressionistisch, aphoristisch und psychologisch präzise; die Handlung tritt oft hinter Wahrnehmung, Stimmung und ironische Gesellschaftskritik zurück. Im Kontext von Hamsuns Werk steht das Buch zwischen Hunger, Pan und den späteren Bauernromanen. Knut Hamsun, 1859 in Norwegen geboren und 1920 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, war ein Erneuerer der europäischen Prosa. Seine eigene Biographie, geprägt von Armut, Wanderschaft, Amerika-Erfahrungen und lebenslanger Skepsis gegenüber Urbanisierung und Massengesellschaft, nährte jene Spannungen, die Die letzte Freude durchziehen: Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, Misstrauen gegenüber Fortschrittsrhetorik und Faszination für widersprüchliche Seelenzustände. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keine geradlinige Abenteuerhandlung erwarten, sondern eine kunstvolle Meditation über Einsamkeit, Alter, Natur und Entfremdung. Die letzte Freude belohnt aufmerksame Lektüre mit feiner Komik, existenzieller Schärfe und einem eindringlichen Bild des Menschen an der Schwelle zur Moderne.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 132 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028372156
Umbreit-Nr.: 3694444
