Gedämpftes Saitenspiel
Melancholische Prosa über Naturmystik, unerfüllte Liebe und ein unruhiges Ich im ländlichen Norwegen
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Zusatztext
"Gedämpftes Saitenspiel" zeigt Knut Hamsun als lyrischen Beobachter jener seelischen Zwischenräume, die auch seine großen Romane prägen. In verdichteten, musikalisch zurückgenommenen Prosaminiaturen und Gedichten erscheinen Natur, Erinnerung, Liebe und Entfremdung nicht als bloße Motive, sondern als Resonanzräume des modernen Bewusstseins. Der Stil verbindet nordische Landschaftsschärfe mit impressionistischer Andeutung; im literarischen Kontext steht das Buch zwischen spätem Symbolismus und der psychologischen Moderne. Hamsun, 1859 in Norwegen geboren, kannte Armut, Wanderjahre und die Erfahrung sozialer Randständigkeit aus eigener Anschauung. Seine Aufenthalte in Amerika, seine Skepsis gegenüber Urbanisierung und Massengesellschaft sowie sein lebenslanges Interesse an Instinkt, Einsamkeit und innerer Unruhe bilden den geistigen Hintergrund dieses Werks. Der spätere Nobelpreisträger schrieb aus einer Spannung von Natursehnsucht, radikalem Individualismus und misstrauischer Modernitätskritik. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Hamsun jenseits seiner bekannteren Romane entdecken möchten. Es bietet keine laute Programmatik, sondern eine feine Schule des Hörens: auf gedämpfte Stimmen, gebrochene Gefühle und die verborgene Musik eines unruhigen Ichs.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 104 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028372163
Umbreit-Nr.: 3694409
