Erde
Soziale Not, Arbeiterleben und Naturverbundenheit in lyrischer Prosa der österreichischen Moderne
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Zusatztext
"Erde" entfaltet Alfons Petzolds charakteristische Verbindung von sozialer Erfahrung, Naturbild und geistiger Sinnsuche. Das Buch kreist um den Menschen als ein Wesen, das durch Arbeit, Armut und Sehnsucht unlösbar an den Boden gebunden ist; die Erde erscheint zugleich als materielle Lebensgrundlage, moralische Instanz und metaphysisches Symbol. Petzolds Stil verbindet lyrisch verdichteten Realismus mit einer bisweilen hymnischen, früh expressionistisch anmutenden Bildsprache. Im literarischen Kontext der österreichischen Moderne steht das Werk zwischen Arbeiterliteratur, sozialkritischer Prosa und einer erneuerten, nicht idyllischen Naturdichtung. Alfons Petzold, 1882 in Wien geboren, kannte die Verhältnisse, von denen er schrieb, aus eigener Erfahrung. Aufgewachsen in Armut, früh zu wechselnden Arbeiten gezwungen und durch Krankheit gezeichnet, eignete er sich Bildung weitgehend autodidaktisch an. Seine Nähe zur Arbeiterbewegung, seine religiös gefärbte Naturauffassung und sein Bewusstsein für soziale Verletzbarkeit prägen die innere Notwendigkeit dieses Buches. Empfohlen sei "Erde" Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht bloß als Handlung, sondern als Erkenntnisform verstehen. Petzolds Werk eröffnet einen eindringlichen Zugang zu Existenz, Arbeit und Würde im frühen 20. Jahrhundert.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 76 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028374587
Umbreit-Nr.: 3694468
