Cäsar
Politische Macht, Bürgerkrieg und der Untergang der römischen Republik in viktorianischer Geschichtsschreibung
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Zusatztext
James Anthony Froudes "Cäsar" ist weniger eine bloße Lebensbeschreibung als eine historisch-politische Charakterstudie über Gaius Julius Caesar und den Untergang der römischen Republik. In kraftvoller, essayistischer Prosa verbindet Froude erzählende Geschichtsschreibung mit moralischer Deutung: Bürgerkrieg, Senatsaristokratie, Volkspartei und persönliche Größe erscheinen als Kräfte eines notwendigen Umbruchs. Das Werk steht im viktorianischen Kontext einer Geschichtsschreibung, die antike Krisen als Spiegel moderner Staatsfragen liest. Froude, 1818 geboren und als Historiker, Biograph und streitbarer Essayist bekannt, war geprägt von religiösen Kontroversen, imperialen Debatten und seiner Nähe zu Thomas Carlyles Vorstellung des "großen Mannes" in der Geschichte. Diese geistige Herkunft erklärt seine Faszination für Caesar als ordnende Gestalt in einer erschöpften politischen Welt. Froude sucht nicht nur den Feldherrn, sondern den Staatsmann zu verstehen, dessen Handeln zwischen Ehrgeiz, Notwendigkeit und Reformimpuls steht. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die römische Geschichte nicht als Antiquariat, sondern als lebendige Analyse politischer Macht begreifen wollen. Wer nüchterne Quellenkritik mit leidenschaftlicher Darstellung verbinden kann, findet in "Cäsar" ein anregendes, bisweilen parteiliches, doch intellektuell fruchtbares Porträt einer der folgenreichsten Figuren der Weltgeschichte.
Weitere Details
Erschienen: 23.06.2025
Umfang: 252 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028390310
Umbreit-Nr.: 7095260
