Ruf der Wildnis
Ein Schlittenhund im Yukon: Überlebenskampf, Instinkterwachen und Naturgewalt im Klondike-Goldrausch
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Zusatztext
Jack Londons Ruf der Wildnis (1903) erzählt die Verwandlung des domestizierten Hundes Buck, der aus kalifornischer Behaglichkeit in den brutalen Goldrausch des Yukon verschleppt wird. In präziser, zugleich mythisch aufgeladener Prosa verbindet London Abenteuererzählung, Naturbeobachtung und sozialdarwinistische Zeitdiagnose. Die knappe, rhythmische Sprache folgt Bucks körperlicher Erfahrung und macht den Rückfall in archaische Instinkte zu einer literarischen Studie über Zivilisation, Gewalt und Anpassung. Jack London, 1876 in San Francisco geboren, kannte Armut, harte Arbeit und die Ideologien seiner Epoche aus eigener Erfahrung. Als Seemann, Fabrikarbeiter und Teilnehmer am Klondike-Goldrausch begegnete er jenen Grenzräumen, die seine Literatur prägen. Seine sozialistische Sensibilität, sein Interesse an Darwin und Spencer sowie seine genaue Kenntnis tierischer und menschlicher Überlebenskämpfe bilden den Erfahrungsgrund dieses Romans. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die mehr suchen als eine klassische Tiergeschichte. Ruf der Wildnis ist ein konzentrierter Text über Macht, Freiheit und die ambivalente Sehnsucht nach Ursprünglichkeit. Seine Spannung bleibt unmittelbar, doch seine eigentliche Stärke liegt in der philosophischen Härte, mit der London den Preis jeder Anpassung sichtbar macht.
Weitere Details
Erschienen: 23.06.2025
Umfang: 60 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 5-99 J.
ISBN/EAN: 9788028391539
Umbreit-Nr.: 7095240
