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Annalen

Cover von Annalen

Macht, Intrigen und moralischer Verfall im frühen römischen Prinzipat von Augustus bis Nero

Tacitus

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Zusatztext

Die Annalen des Tacitus entfalten die Geschichte des frühen römischen Prinzipats von den letzten Tagen des Augustus bis zum Ende Neros, wenn auch in überlieferungsbedingt lückenhafter Gestalt. In dichter, prägnanter Prosa untersucht das Werk die Mechanismen monarchischer Macht unter republikanischen Fassaden: Hofintrigen, Senatsservilität, Militärloyalitäten, Prozesse und moralischen Verfall. Tacitus verbindet historiographische Strenge mit dramatischer Verdichtung und psychologischer Schärfe; sein Stil ist knapp, ironisch, oft dunkel und von einer skeptischen Diagnose politischer Freiheit geprägt. Publius Cornelius Tacitus, Senator, Konsul und erfahrener Verwaltungsbeamter des späten ersten und frühen zweiten Jahrhunderts, schrieb aus unmittelbarer Kenntnis der römischen Führungsschicht. Die Erfahrung der flavischen Herrschaft, besonders der als repressiv erinnerten Zeit Domitians, schärfte seinen Blick für Tyrannei, Anpassung und die Gefährdung aristokratischer Integrität. Seine eigene Laufbahn im Staatsdienst ermöglichte ihm zugleich Nähe zu Archiven, politischen Traditionen und den Verhaltensmustern jener Elite, die er kritisch porträtiert. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die römische Geschichte nicht als bloße Abfolge von Kaisern, sondern als Analyse politischer Kultur verstehen wollen. Die Annalen bleiben ein Meisterwerk historischer Prosa: anspruchsvoll, unerbittlich und bis heute beunruhigend aktuell.

Weitere Details

Erschienen: 23.06.2025

Umfang: 244 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.3 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788028391560

Umbreit-Nr.: 7095562

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