Jesus, der Menschensohn
Poetische Zeugnisse aus Galiläa und Jerusalem zwischen Mystik, frühem Christentum und innerer Offenbarung
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Zusatztext
In "Jesus, der Menschensohn" entwirft Kahlil Gibran kein konventionelles Evangelium, sondern ein vielstimmiges literarisches Porträt Christi. Zeitgenossen, Jünger, Gegner und Randfiguren berichten in poetischen Monologen von Begegnungen mit Jesus. Aus dieser mosaikartigen Struktur entsteht ein geistiges Drama zwischen Geschichte, Mythos und innerer Offenbarung. Gibrans Stil verbindet biblische Sprachrhythmen, symbolistische Bildkraft und orientalische Erzähltradition zu einer kontemplativen Prosa von großer Suggestion. Kahlil Gibran, 1883 im Libanon geboren und später in den Vereinigten Staaten wirkend, schrieb aus der Erfahrung kultureller und religiöser Grenzgänge. Seine maronitische Herkunft, seine Kenntnis arabischer Weisheitstraditionen und seine intensive Auseinandersetzung mit westlicher Romantik und Mystik prägen dieses Werk. Wie in "Der Prophet" sucht Gibran weniger dogmatische Gewissheit als eine universale spirituelle Wahrheit, die im Menschen selbst aufleuchtet. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Jesus nicht nur als theologische Figur, sondern als poetische, ethische und existenzielle Herausforderung verstehen möchten. Es fordert langsames, aufmerksames Lesen und belohnt mit ungewöhnlicher Nähe zu einer Gestalt, deren Wirkung hier aus vielen menschlichen Stimmen neu erfahrbar wird.
Weitere Details
Erschienen: 23.06.2025
Umfang: 164 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028392338
Umbreit-Nr.: 7095505
