Der Verstand ist ein Mythos
Provozierende Gespräche über Bewusstsein, Erleuchtungskritik und die Illusion spiritueller Suche
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Zusatztext
Der Verstand ist ein Mythos versammelt die provozierenden Gespräche U.G. Krishnamurtis über Bewusstsein, Erkenntnis und die Illusion spiritueller Suche. In aphoristischer, oft schneidend polemischer Prosa zerlegt das Buch Begriffe wie Seele, Erleuchtung, Wille und Selbstbeobachtung. Sein literarischer Ort liegt weniger in systematischer Philosophie als in der Tradition dialogischer Gegenrede: Es erinnert an sokratische Demontage, verweigert jedoch jede positive Lehre und führt den Leser an die Grenze sprachlicher Sinnstiftung. U.G. Krishnamurti (1918-2007), nicht zu verwechseln mit Jiddu Krishnamurti, wuchs im Umfeld theosophischer und indischer Religionsdiskurse auf, wandte sich aber radikal gegen Gurus, Methoden und Heilsversprechen. Seine biographische Erfahrung spiritueller Institutionen, westlicher Suchbewegungen und eigener körperlich-psychischer Umbrüche prägt die kompromisslose Haltung dieses Buches: Wahrheit erscheint nicht als Ziel, sondern als kulturell erzeugtes Verlangen. Empfohlen sei dieses Werk allen, die Philosophie, Mystik oder Psychologie nicht als Trost, sondern als intellektuelle Zumutung lesen möchten. Es bietet keine Anleitung zur Selbstverbesserung; gerade darin liegt seine Bedeutung. Wer bereit ist, vertraute Voraussetzungen über Denken, Identität und Befreiung prüfen zu lassen, findet hier eine selten unerbittliche, zugleich befreiend klare Lektüre.
Weitere Details
Erschienen: 23.06.2025
Umfang: 84 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028392475
Umbreit-Nr.: 7095425
