Briefe an Josephine
Leidenschaftliche Liebeskorrespondenz zwischen Revolution, italienischem Feldzug und politischer Intimität
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Zusatztext
Briefe an Josephine versammelt die leidenschaftliche, oft ungestüme Korrespondenz Napoleon Bonapartes an Joséphine de Beauharnais und eröffnet damit ein intimes Gegenstück zur großen politischen Legende des Kaisers. Zwischen Feldlagern, italienischen Siegesmeldungen und Pariser Erwartungen entfaltet sich ein Stil von auffallender Direktheit: rhetorisch knapp, emotional eruptiv, bisweilen theatralisch, zugleich von jener Selbstinszenierung geprägt, die auch Napoleons öffentliche Sprache bestimmte. Napoleon erscheint hier nicht nur als Feldherr und Staatsgründer, sondern als junger General, dessen Ehrgeiz, Unsicherheit und Besitzanspruch in der Liebesrede sichtbar werden. Die Verbindung mit Joséphine fiel in eine Phase rasanter sozialer und militärischer Aufstiegsmöglichkeiten nach der Revolution; persönliche Leidenschaft, dynastische Ambition und politisches Kalkül waren kaum voneinander zu trennen. Gerade diese Spannung dürfte die Briefe geformt haben: Sie dokumentieren ein Begehren, das immer auch von Entfernung, Macht und Ruhm durchdrungen ist. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die historische Quellen nicht als bloße Dokumente, sondern als literarisch aufschlussreiche Selbstzeugnisse begreifen. Wer Napoleon jenseits von Schlachten, Gesetzbüchern und Monumenten verstehen möchte, findet hier eine konzentrierte, menschlich widersprüchliche Stimme von großer historischer Aussagekraft.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 232 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028392871
Umbreit-Nr.: 7095392
