Die Rote Medaille der Tapferkeit
Psychologischer Realismus aus der Soldatenperspektive im Amerikanischen Bürgerkrieg
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Zusatztext
Stephen Cranes Die Rote Medaille der Tapferkeit schildert die Bewährungsprobe des jungen Soldaten Henry Fleming im Amerikanischen Bürgerkrieg, weniger als patriotisches Schlachtengemälde denn als psychologische Studie von Angst, Scham und Selbsttäuschung. In impressionistisch verdichteten Szenen, mit nervöser Bildsprache und fast naturalistischer Präzision, löst Crane heroische Kriegsrhetorik auf und stellt die innere Wahrnehmung des Kämpfenden ins Zentrum der modernen Kriegsliteratur. Stephen Crane, 1871 geboren und selbst nie Soldat im Bürgerkrieg, schrieb den Roman aus historischer Distanz, aber mit außergewöhnlicher Einfühlung in die seelische Mechanik der Gewalt. Seine journalistische Erfahrung, sein Interesse an den sozialen Rändern Amerikas und seine Nähe zu realistischen wie naturalistischen Erzählverfahren prägten eine Prosa, die äußere Tatsachen stets durch subjektive Erregung filtert. Gerade diese Verbindung aus Recherche, Beobachtung und künstlerischer Kühnheit erklärt die bleibende Frische des Werkes. Dieses Buch sei allen empfohlen, die Kriegsliteratur nicht als Chronik von Feldzügen, sondern als Untersuchung menschlicher Verletzlichkeit lesen wollen. Crane bietet keine einfachen Urteile über Mut, Feigheit oder Ruhm; er zeigt, wie solche Begriffe im Augenblick der Gefahr entstehen, zerbrechen und neu erfunden werden.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 100 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028393359
Umbreit-Nr.: 7095323
