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Pygmalion

Cover von Pygmalion

Gesellschaftssatire über Phonetikunterricht, Klassenunterschiede und Emanzipation im London der edwardianischen Ära

Shaw, George Bernard

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9.00

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Zusatztext

George Bernard Shaws Pygmalion ist eine scharfsinnige Gesellschaftskomödie über Sprache, Klasse und die Konstruktion sozialer Identität. Im Zentrum steht der Phonetiker Henry Higgins, der die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle durch Sprachtraining in eine scheinbare Dame der besseren Gesellschaft verwandeln will. Shaw verbindet funkelnden Dialog, satirische Präzision und realistische Milieubeobachtung mit einer kritischen Auseinandersetzung mit viktorianischen und edwardianischen Hierarchien. Der Mythos des Pygmalion wird hier modernisiert: Nicht Liebe, sondern Erziehung, Macht und Selbstbestimmung bestimmen die dramatische Bewegung. George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, Kritiker und überzeugter Sozialreformer, schrieb aus genauer Kenntnis der britischen Klassengesellschaft. Sein Interesse an Phonetik, Bildungspolitik und sozialer Mobilität prägt das Stück ebenso wie seine fabianischen Überzeugungen. Shaw misstraute romantischen Konventionen und nutzte die Bühne, um bürgerliche Gewissheiten bloßzustellen; Elizas Entwicklung spiegelt daher weniger ein Märchen als einen intellektuellen und moralischen Konflikt. Pygmalion empfiehlt sich Lesern, die klassische Dramatik mit anhaltender Gegenwartsrelevanz suchen. Das Stück ist geistreich, komisch und unbequem zugleich, weil es fragt, wer über Würde, Stimme und Zugehörigkeit entscheidet. Gerade seine Ambivalenzen machen es zu einem Schlüsseltext moderner Theater- und Sozialkritik.

Weitere Details

Erschienen: 24.06.2025

Umfang: 76 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788028393397

Umbreit-Nr.: 7095452

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