Tess von den d'Urbervilles
Viktorianische Tragödie um ländliche Armut, sexuelle Doppelmoral und soziale Ungerechtigkeit in Wessex
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Zusatztext
Tess von den d'Urbervilles, erstmals 1891 erschienen, ist Thomas Hardys schonungslose Tragödie einer jungen Landarbeiterin, deren Leben durch Herkunftsmythen, sexuelle Gewalt, soziale Heuchelei und ein unerbittliches Schicksalsdenken zerstört wird. In der fiktiven Landschaft Wessex verbindet Hardy realistische Milieubeobachtung mit symbolischer Naturdarstellung und einer fast antiken Tragik. Der Roman steht im Kontext des späten viktorianischen Realismus, sprengt jedoch dessen moralische Konventionen durch seine Verteidigung einer "reinen Frau" gegen die Urteile der Gesellschaft. Thomas Hardy, 1840 in Dorset geboren, kannte die ländliche Welt, ihre Arbeitsformen, Dialekte und Klassenordnungen aus unmittelbarer Erfahrung. Als ausgebildeter Architekt und späterer Schriftsteller entwickelte er ein besonderes Gespür für Räume, Traditionen und deren Verfall unter dem Druck der Moderne. Seine skeptische Haltung gegenüber Religion, Fortschrittsoptimismus und viktorianischer Sexualmoral prägt Tess' Geschichte ebenso wie seine lebenslange Beschäftigung mit Zufall, sozialer Determination und menschlicher Verletzlichkeit. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die psychologische Tiefe, gesellschaftskritische Schärfe und sprachliche Schönheit schätzen. Hardy zwingt dazu, Schuld, Unschuld und moralisches Urteil neu zu bedenken. Tess bleibt deshalb nicht nur eine Romanfigur, sondern eine der bewegendsten Gestalten der europäischen Literatur.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 276 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028394059
Umbreit-Nr.: 7095119
