Das Gartenfest und andere Geschichten
Impressionistische Kurzprosa über Klasse, Geschlecht und flüchtige Augenblicke der Moderne
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Zusatztext
Katherine Mansfields "Das Gartenfest und andere Geschichten" versammelt Erzählungen, in denen scheinbar alltägliche Augenblicke zu präzisen Studien von Bewusstsein, Klasse, Geschlecht und Vergänglichkeit werden. In Titelgeschichte, "Die Töchter des verstorbenen Obersten" oder "Die Fliege" verbindet Mansfield impressionistische Wahrnehmung, elliptische Dialoge und symbolisch aufgeladene Details zu einer modernen Kurzprosa, die weniger Handlung als seelische Erschütterung entfaltet. Im Kontext der literarischen Moderne steht sie neben Tschechow, Joyce und Woolf, bewahrt jedoch eine unverwechselbare Leichtigkeit des Tons. Mansfield, 1888 in Neuseeland geboren und später in London, Bayern, Frankreich und der Schweiz lebend, schrieb aus der Erfahrung kultureller Zwischenräume. Ihre koloniale Herkunft, ihre Distanz zu bürgerlichen Konventionen, Krankheit, Verlust und ein scharfes Sensorium für soziale Maskenspiele prägten ihren Blick. Die Kürze ihres Lebens schärfte offenbar ihr Interesse an Übergangsmomenten: Kindheit und Erwachsensein, Nähe und Fremdheit, Leben und Tod. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die psychologische Genauigkeit und stilistische Ökonomie schätzen. Mansfield zeigt, wie viel Welt in einem Blick, einer Geste, einem verstummten Satz liegen kann. Ihre Geschichten sind leise, doch nachhaltig verstörend und von bleibender literarischer Autorität.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 128 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028394219
Umbreit-Nr.: 7095286
