Schwarzer Ochse
Verjüngung, späte Liebe und Gesellschaftssatire im New York des Jazz Age
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Zusatztext
Schwarzer Ochse ist Gertrude Athertons glänzend irritierender Roman über Verjüngung, Begehren und gesellschaftliche Selbstinszenierung im New York der Nachkriegszeit. Im Zentrum steht die geheimnisvolle Madame Zatianny, hinter deren jugendlicher Erscheinung sich die gealterte Mary Ogden verbirgt, durch eine experimentelle Hormonbehandlung scheinbar erneuert. Atherton verbindet Gesellschaftssatire, psychologischen Liebesroman und frühe wissenschaftliche Spekulation; ihr eleganter, ironischer Stil verortet das Werk zwischen Jazz-Age-Komödie und kritischer Moderne. Atherton (1857-1948), eine amerikanische Schriftstellerin mit kalifornischen Wurzeln und kosmopolitischem Blick, war fasziniert von Macht, weiblicher Autonomie und den Zumutungen gesellschaftlicher Konvention. Ihre lange literarische Laufbahn, ihr Interesse an zeitgenössischer Medizin und ihre Beobachtung alternder Frauen in einer jugendbesessenen Kultur erklären die Schärfe, mit der sie in diesem Roman Körper, Klasse und Geschlecht verhandelt. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die literarische Unterhaltung mit ideengeschichtlicher Substanz suchen. Schwarzer Ochse wirkt heute besonders anregend, weil es Fragen nach technologisch erzeugter Jugend, erotischer Freiheit und Identität stellt, die keineswegs historisch erledigt sind. Als kluger, provokanter Roman verdient es erneute Aufmerksamkeit.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 224 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028394370
Umbreit-Nr.: 7095498
