Die Entstehung einer Marquise
Eine verarmte Gentlewoman zwischen aristokratischer Ehe, Erbschaftsintrige und weiblicher Selbstbehauptung
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Zusatztext
Die Entstehung einer Marquise erzählt mit feiner sozialer Beobachtung von Emily Fox-Seton, einer verarmten, doch unbeirrbar würdevollen Dame der Londoner Gesellschaft, deren Ehe mit dem Marquis von Walderhurst sie in eine Welt von Rang, Besitz und verborgenen Gefahren führt. Burnett verbindet Gesellschaftsroman, Märchenstruktur und psychologisches Melodram: Aus Konversationen, Etikette und häuslichen Räumen entwickelt sie eine Studie über weibliche Anpassung, moralische Standhaftigkeit und die prekäre Ökonomie des Adels um 1900. Frances Hodgson Burnett, 1849 in Manchester geboren und später in den Vereinigten Staaten erfolgreich, kannte soziale Abstiege, Migration und die literarische Vermarktung weiblicher Tugend aus eigener Erfahrung. Berühmt durch Der kleine Lord und Der geheime Garten, schrieb sie häufig über Kinder, Außenseiter und Menschen, deren innere Noblesse gesellschaftliche Schranken überwindet. Diese biographische Sensibilität prägt auch Emilys leise, aber wirkungsvolle Selbstbehauptung. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die viktorianisch-edwardianische Übergangsliteratur, subtile Klassenkritik und starke, unspektakulär handelnde Heldinnen schätzen. Das Buch belohnt nicht durch laute Effekte, sondern durch seine kluge Dramaturgie des Anstands, in der Güte zur gesellschaftlichen und erzählerischen Macht wird.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 172 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028395407
Umbreit-Nr.: 7117107
