Was Maisie wusste
Ein Scheidungskind zwischen Sorgerechtsstreit, Londoner Oberschicht und moralischer Ambiguität
€12.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt
Zusatztext
Was Maisie wusste entfaltet die Geschichte eines Kindes, das nach der Scheidung seiner Eltern zwischen egoistischen Erwachsenen zirkuliert und deren moralische Blindheit schrittweise durchschaut. James erzählt dieses Gesellschaftsdrama mit kontrollierter Ironie, psychologischer Feinzeichnung und einer konsequent begrenzten Perspektive: Die Welt erscheint gefiltert durch Maisies Wahrnehmung, ohne naiv zu werden. Im Kontext des späten viktorianischen Romans verbindet der Text Scheidungs-, Erziehungs- und Bewusstseinsthematik zu einer subtilen Kritik an Klasse, Geschlechterordnung und familiärer Besitzlogik. Henry James, amerikanisch geboren und später britischer Staatsbürger, lebte zwischen den kulturellen Sphären der Neuen Welt und Europas. Seine eigenen Beobachtungen kosmopolitischer Salons, prekärer Familienarrangements und sozialer Maskenspiele schärften sein Interesse an Bewusstsein, Perspektive und moralischer Ambiguität. Um 1897, nach dramatischen Experimenten fürs Theater, verdichtete er im Roman dialogische Szenenführung und indirekte Analyse zu einer Prosa, die das Ungesagte ebenso wichtig nimmt wie das Gesagte. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die psychologische Präzision höher schätzen als äußere Handlung und bereit sind, ethische Urteile aus Andeutungen zu gewinnen. Was Maisie wusste ist zugleich beklemmende Kindheitsstudie und Meisterstück moderner Erzählkunst: anspruchsvoll, elegant und von überraschender Aktualität.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 160 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 12-99 J.
ISBN/EAN: 9788028395445
Umbreit-Nr.: 7117112
