Kant und der Sozialismus
Vernunftethik, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit im Neukantianismus um 1900
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Zusatztext
Kant und der Sozialismus untersucht die Frage, ob und wie die kritische Philosophie Kants eine ethische Begründung sozialistischer Politik tragen kann. Vorländer liest Kant nicht als Parteigänger einer späteren Bewegung, sondern als Denker der Autonomie, Menschenwürde und allgemeinen Gesetzgebung, dessen kategorischer Imperativ soziale Konsequenzen entfaltet. Der Stil ist argumentativ, klar gegliedert und historisch umsichtig; im Kontext des Neukantianismus und der sozialdemokratischen Grundsatzdebatten um 1900 vermittelt das Buch zwischen moralphilosophischer Normativität und gesellschaftlicher Reform. Karl Vorländer, Philosoph, Pädagoge und bedeutender Kant-Forscher, verband gelehrte Exegese mit politischer Sensibilität. Als Autor philosophiegeschichtlicher Darstellungen und als dem Sozialismus nahestehender Intellektueller war er besonders geeignet, die vermeintliche Kluft zwischen kritischem Idealismus und Arbeiterbewegung zu prüfen. Seine Beschäftigung mit Kant, der Marburger Schule und den ethischen Voraussetzungen moderner Politik erklärt den Impuls dieses Buches: Sozialismus soll nicht bloß ökonomisch, sondern auch sittlich verstanden werden. Empfohlen sei dieses Werk allen, die die geistigen Grundlagen des demokratischen Sozialismus, die politische Aktualität Kants oder die Geschichte neukantianischer Sozialphilosophie erforschen möchten. Es bietet keine agitatorische Schrift, sondern eine präzise, anregende und bis heute fruchtbare Klärung des Verhältnisses von Freiheit, Recht und sozialer Gerechtigkeit.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 44 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028395711
Umbreit-Nr.: 7117296
